Mittelland-Zeitung
Vorstand verkleinert
Die GV des Journalistenvereins Aargau-Solothurn (JVAS) bestätigte ihren Vorstand, nahm von drei Demissionen Kenntnis und ernannte Bruno Schärer zum Ehrenmitglied. Während 25 Jahren vertrat der Leiter Operations Tagesschau/SF Börse beim Schweizer Fernsehen die Interessen der elektronischen Medien beim Berufsverband; er wird die Internetseite des JVAS weiter betreuen. Mit Dank verabschiedet wurden auch Kassierin Hanny Dorer (Aargauer Zeitung) und Alex Moser (Regionaljournal AG/SO) nach je achtjähriger Zugehörigkeit im JVAS-Vorstand. Zur Wiederwahl stellten sich Bruno Kissling (Oltner Tagblatt) als Kassier, Hans Rechsteiner (Aargauer Zeitung) als Beisitzer und Emiliana Gutzwiller (Zofinger Tagblatt) als Präsidentin. Vizepräsidentin Anne-Regula Keller (Solothurner Zeitung) und Aktuar Stefan Worminghaus (Aargauer Zeitung) sind seit letztem Jahr im Vorstand und mussten deshalb nicht in ihren Ämtern bestätigt werden. Ersatzwahlen erübrigten sich, nachdem die Versammlung der Verkleinerung des JVAS-Vorstandes zugestimmt hatte: laut Statuten sind noch 5 bis 7 Mitglieder zu wählen.
«Braucht es überhaupt den Journalistenverband Impressum und den JVAS?» Diese Frage bejaht Gutzwiller im Präsidialbericht, «obwohl die greifbaren Resultate der stetigen Bemühungen nur spärliche Früchte tragen». Der Gesamtarbeitsvertrag ist nach wie vor ein brennendes Thema. Der GAV wurde vor drei Jahren von den Verlegern gekündigt, und obwohl sich noch viele Häuser freiwillig an seine Bestimmungen halten, seien «da und dort Erosionen zu bemerken». Vor allem für die Freien Journalisten weht ein noch härterer Wind. Und die Wirtschaftslage habe sich «nicht sichtlich für die Schweizer Presse verbessert». Umso mehr brauche es Impressum und JVAS, so das Fazit der Präsidentin. Die Zentralsekretärin des Journalistenverbandes Impressum, Wanda Suter, verwies auf die Bemühungen für einen neuen GAV, die eidgenössische Schlichtungsstelle ist eingeschaltet. Ein Link mit dem Einbezug der Verleger in den Presserat wird als «Trumpfkarte» in den Verhandlungen gesehen, der JVAS sprach sich konsultativ für diese Kompromisslösung aus. (Heiner Halder)